Stadtbäume zeigen uns funkbelastete Zonen

In unseren Städten ist die Senderdichte und darum die Gesamtbelastung mit gepulster Strahlung hoch. Viele der Sender stehen in unmittelbarer Nähe von Gebäuden und sind nicht viel höher diese. Die Intensität der Strahlung in der Nähe eines Senders ist um ein Vielfaches höher als in grösserer Distanz.

Menschen, die im Gesundheitssektor arbeiten, wissen um die vielfachen Beschwerden wie Schlafstörungen, Erschöpfungszustände, Gleichgewichtsstörungen von StadtbewohnerInnen. Wenn solche Menschen dann in wenig besiedelte Gegenden umziehen, in Bergtälern oder an Seen Ferien machen, erholen sie sich schnell. Diese Beeinträchtigungen auf die heutigen Umweltbedingungen zurückführen können aber aufgrund der einseitigen Ausbildung die wenigsten; Patienten werden mit Beruhigungsmitteln, Entspannungstherapien behandelt, die das Problem nicht an der Wurzel packen und die Leute oft nur auf einen langen Leidensweg schicken.

Elektrosmog-Berater und Messtechniker finden in deren Wohnungen aber häufig sehr hohe Belastungen (meist innerhalb der sogenannten Grenzwerte des Bundes), aber weit oberhalb der von Baubiologen und Umwelt-Ärzten seit langem definierten gesundheitlich unbedenklicheren Werte.

Das bedeutet im Umkehrschluss leider, dass diese Grenzwerte uns offensichtlich nicht genügend schützen.

In der Debatte um die Schädlichkeit der Strahlung sind darum auch neue Ansätze wichtig:

Menschen zirkulieren heute relativ viel – standortgetreue Lebewesen zeigen uns mit ihrer physiologischen Entwicklung darum auf, ob sie in einem gesunden Umfeld leben, oder ob dort etwas krank Machendes vorkommt.

Aus der Landwirtschaft sind sehr viele Fälle von Betrieben bekannt, deren Kühe und Kälber Beschwerden bekamen, die nach Behebung der extern vorhandenen technischen Ursachen (Entfernen der Sender) zurückgingen.

Hof Knüsel 16.5.2012 077

Bei Rindern ist heute die typische Haltung der Weidegang: eine Kuh auf einer funkbelasteten Weide ist aber einem Dauerstress ausgesetzt. Dadurch bekommt sie häufiger Beschwerden von Gelenken, Entzündungen, gesundheitlich schwer geschädigten Nachwuchs. Bild: Hof in Arth, SZ. Da es schwierig ist, einen ganzen Vieh-Bestand in die Ferien zu schicken, seuchen die betroffenen Bauern ihre Tiere mit grossem Aufwand durch und schlachten sie meist früher als üblich – mit hohen wirtschaftlichen Schäden, weil die Tiere in ihrer produktiven Zeit weniger Milch gaben, weniger Schlachtgewicht ansetzten, viel höhere Tierarztkosten verursachten.

Auch andere Lebewesen wie Pflanzen leiden unter dem Elektrosmog aus gepulster Strahlung. Sie werfen Blätter frühzeitig ab, werden krank, neigen zu Pilzbefall, verdorren.

Bäume wurzeln über Jahrzehnte am gleichen Ort und bewegen sich nicht. Ihre Kronen sind ausladend, haben eine grosse räumliche Ausdehnung und können aufmerksamen Augen darum einiges zeigen.

Auffallend sind darum Bäume, die einseitig ein schlechtes Wuchsbild der Krone haben, wie die Kastanie beim Hirschenplatz in St. Gallen.
Es ist auszuschliessen, dass dort hohe Streusalzbelastung oder schlechter Untergrund eine Ursache darstellt:  auf der geschwächten Seite des Baumes ist eine kleine Wiese, auf der gesunderen Strassenseite besteht der Strassenkoffer sogar weitestgehend aus Kies. Eine Messung zeigt, dass die Strahlenbelastung im Stammbereich und im unteren Kronenbereich um ein Mehrfaches tiefer ist als auf der Höhe des Dachgeschosses des Nachbarhauses.

Feldstärkenmessung an der Kastanie, 31.8.2015Stadtbaumbilder

Die Schwankungen der Kurve sind zum Teil bedingt durch die schwankende, ungleichmässige Aufwärtsbewegung der Hebebühne. Bei der Interpretation ist entscheidend, dass die vorhandene Belastung kontinuierlich mit der Höhe zunimmt. Dass die Kurve „gedeckelt“ ist, ist auf die Begrenzung durch das Messgerät zurückzuführen.

Klar abzulesen ist, dass die Strahlenbelastung schon unterhalb der Dachkante viel höher ist: Funkstrahlen sind, je höher (kürzere Wellen) ihre Frequenz ist, etwas „biegsamer“, sie legen sich auch etwas um Gebäudekanten. Zudem absorbiert ein mit Ziegeln bedecktes Dach auch wesentlich weniger Energie als ein Mauerwerk. Was das für die Bewohner dieser Dachgeschosse bedeutet, kann man sich leicht vorstellen.

Dieser Baum am „Hirschen“ St. Fiden hat 2013 einen Rückschnitt bekommen, die verdorrten Äste auf der Ostseite wurden entfernt.

Kastanie alt 13

Da ein (lebendiges, saftdurchströmtes) Blättergewirr mit vielen Ästen funktechnisch absorbierend wirkt, bleibt auf der nicht belasteten Seite die Belastung immer etwas niedriger.
Mit zunehmendem Verlust der Abschirmwirkung des östlichen Kronenbereichs wird aber auch der westliche Teil weiter exponiert.
Es ist darum nur noch eine Frage von 1-2 Jahren, bis der Baum nur noch aus einer (weiterhin von Osten, dem überstarken Sender her) kränkelnden Westhälfte besteht.

Es wäre aber völlig verfehlt, deswegen diesen Zeigerbaum zu fällen.

Viel besser wäre es, die Ursache anzugehen:

Silberturm baustelle

Die Strahlung von der Swisscom-Antenne auf dem Silberturm wäre sehr stark zu reduzieren. Ganz auch im Interesse der Bauarbeiter,die dort kürzlich im laufenden Betrieb das ganze Dach erneuerten.

Vielleicht kämen dann auch die Vögel (Turmfalken?) wieder in den Nistkasten (roter Pfeil) zurück:

Silberturm Nistkasten
Im folgenden Bild sind Kronenschäden in sonst vitalen Platanen zu sehen. Die Baumkronen sind stärker im untren Abstrahlbereich der kaschierten Sendeanlage auf dem Dach: Altstadt von Wil, Obere Bahnhofstrasse 53.

Wil und Baeume
Der Mammutbaum an der Rosenbergstrasse in St.Gallen weist seit einiger Zeit ein „Loch“ und Verfärbungen auf einer Höhe von etwa 28 m auf.

Mammut gross Verfaerbung
Aufnahmen:  Sommer 2013

Mammutbaum Lokremise

Bei dieser Aufnahme vom Sommer 2015 sind bei den Nachbarbäumen links auf gleichen Höhe frühzeitige Blattverluste sichtbar, die Tanne rechts hat bei genauer Beobachtung bereits eine verdorrte Krone, die Öffnung im Mammutbaum ist grösser geworden.

Die Messung der Feldstärke am 31.8.15 ergab die folgenden Hinweise:

Messwerte mammutbaum
Im (Funk-)Schatten der Villa Wiesenthal bis auf etwas über 10m Höhe ist die Strahlung 2-3mal tiefer als auf Höhen über 12-18 m (Ende der standortbedingten Auslegung der Hubbühne)

Stamm von der Nordseite: erstes Bild;  Stamm von der Westseite: zweites Bild
Mammut ostMammutbaum west

Die Nordseite scheint (ziemlich)  gesund, die NO-Seite wird von einem Sender von Rotmonten und von der Bahnhofstrasse her bestrahlt.  Die Westseite ist gesund
MammtbaumStamm S gross

Die Südseite des Stammes weist hingegen grosse Risse und Trockenstress-Symptome auf, die typisch für strahlungsbelastete Standorte sind.
Auch dieser Baum wird durch das Gartenbauamt laufend beobachtet und wenn notwendig bewässert.

Für die Erkenntnis der gesundheitschädlichen Wirkung von gepulsten Strahlen sollten die hier dokumentierten Wachstumsstörungen in städtischen Räumen eigentlich genügend Hinweise geben.

Dazu kommt: unser Leben zuhause, in unseren mit rund um die Uhr betriebenen W-LAN-Geräten vollgestellten Wohnungen, den Schnurlostelefonen, dem mobilen Online-gamen wird auch immer mehr durch diese hausgemachte Strahlung belastet.

Von ruhigem Schlaf ist keine Rede mehr.

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