Brasilien und der WWF -solidarität.com

-Meldung vom 14. Februar 2001-


Gegenklage der MSIA gegen den

WWF in Brasilien – Die Fußsoldaten der Globalisierung

Der „Weltsozialgipfel“ in Brasilien hatte eigentlich nur einen Zweck – zu verhindern, daß bei den berechtigten weltweiten Protesten gegen die Globalisierung die Forderung nach einer neuen, gerechten Weltwirtschaftsordnung aufgegriffen wird.

panda-WWF2

-Meldung von April 2002-

Brasilien: WWF verliert Klage gegen MSIA

Richter Paulo Mauricio Pereira vom 24. Zivilgerichtshof in Rio de Janeiro hat entschieden, daß die von der brasilianischen Sektion des Worldwide Fund for Nature (WWF) angestrengte Klage gegen die Iberoamerikanische Solidaritätsbewegung (MSIA) unbegründet ist. Die von der britischen Monarchie gegründete Umweltorganisation hatte 50000 Real Schadenersatz wegen angeblicher moralischer Schadenszufügung durch wiederholte Angriffe der MSIA auf die politischen Aktivitäten der Gruppe gefordert. Der WWF Brasilien muß auch alle Verfahrenskosten tragen.

Der WWF hatte sich insbesondere über eine Broschüre der MSIA vom Mai 2000 erregt, auf deren Titel das etwas entfremdete „Warenzeichen“ des WWF, ein Pandabär, der einen Menschenknochen abnagt, abgebildet war. Nach Auffassung des WWF sei das Heft voll von „absurden, fehlerhaften und unbegründeten Informationen, eine wahre Übung in kreativer Spekulation, mit Texten voller Lügen und Absurditäten, ganz zu schweigen von dem rechtswidrigen Gebrauch des WWF-Logos.“

In seinem Urteil vertrat der Richter jedoch die Auffassung, die Angriffe der MSIA seien von der grundgesetzlich verankerten Meinungsfreiheit gedeckt. Im übrigen seien die ausgedrückten Meinungen keineswegs „Falschheiten oder Verdrehungen, da man sie als Diskussion darüber zusammenfassen kann, was Patrioten die ,imperialistische Politik der großen Weltmächte‘ und die ,Internationalisierung des Amazonas‘ nennen, Material, wie es seit einiger Zeit in den Medien diskutiert wird, darunter auch von Mitgliedern der brasilianischen Regierung und des Militärs, die ihre Pflicht darin sehen, unsere Grenzen und unsere Souveränität zu verteidigen.“

Im Abdruck des verfremdeten Panda-Logos sah der Richter keineswegs eine Herabsetzung des Klägers, „sondern einen mutigen Vortrag, eine spielerische Gestaltung in dem Zusammenhang, in dem es benutzt wurde.“ Man sollte sich außerdem daran erinnern, daß „Herr Luiz Inacio Lula da Silva einmal als ,Kinderfresser‘ hingestellt wurde, doch heute stehe er kurz vor seiner Wahl als Staatspräsident, was verdeutlicht, daß eine einfache Beschuldigung jemandes Ruf keinen Schaden zufügen kann, vor allem auch, weil darin immer auch ein wenig Humor und Spaß liegt. So sei an die Worte von Umberto Eco in Der Name der Rose erinnert: ,Wer lacht, nimmt das, worüber er lacht, nicht ernst, aber er haßt es auch nicht‘.“

Richter Paulo Mauricio Pereira vom 24. Zivilgerichtshof in Rio de Janeiro hat entschieden, daß die von der brasilianischen Sektion des Worldwide Fund for Nature (WWF) angestrengte Klage gegen die Iberoamerikanische Solidaritätsbewegung (MSIA) unbegründet ist. Die von der britischen Monarchie gegründete Umweltorganisation hatte 50000 Real Schadenersatz wegen angeblicher moralischer Schadenszufügung durch wiederholte Angriffe der MSIA auf die politischen Aktivitäten der Gruppe gefordert. Der WWF Brasilien muß auch alle Verfahrenskosten tragen.

Der WWF hatte sich insbesondere über eine Broschüre der MSIA vom Mai 2000 erregt, auf deren Titel das etwas entfremdete „Warenzeichen“ des WWF, ein Pandabär, der einen Menschenknochen abnagt, abgebildet war. Nach Auffassung des WWF sei das Heft voll von „absurden, fehlerhaften und unbegründeten Informationen, eine wahre Übung in kreativer Spekulation, mit Texten voller Lügen und Absurditäten, ganz zu schweigen von dem rechtswidrigen Gebrauch des WWF-Logos.“

In seinem Urteil vertrat der Richter jedoch die Auffassung, die Angriffe der MSIA seien von der grundgesetzlich verankerten Meinungsfreiheit gedeckt. Im übrigen seien die ausgedrückten Meinungen keineswegs „Falschheiten oder Verdrehungen, da man sie als Diskussion darüber zusammenfassen kann, was Patrioten die ,imperialistische Politik der großen Weltmächte‘ und die ,Internationalisierung des Amazonas‘ nennen, Material, wie es seit einiger Zeit in den Medien diskutiert wird, darunter auch von Mitgliedern der brasilianischen Regierung und des Militärs, die ihre Pflicht darin sehen, unsere Grenzen und unsere Souveränität zu verteidigen.“

Im Abdruck des verfremdeten Panda-Logos sah der Richter keineswegs eine Herabsetzung des Klägers, „sondern einen mutigen Vortrag, eine spielerische Gestaltung in dem Zusammenhang, in dem es benutzt wurde.“ Man sollte sich außerdem daran erinnern, daß „Herr Luiz Inacio Lula da Silva einmal als ,Kinderfresser‘ hingestellt wurde, doch heute stehe er kurz vor seiner Wahl als Staatspräsident, was verdeutlicht, daß eine einfache Beschuldigung jemandes Ruf keinen Schaden zufügen kann, vor allem auch, weil darin immer auch ein wenig Humor und Spaß liegt. So sei an die Worte von Umberto Eco in Der Name der Rose erinnert: ,Wer lacht, nimmt das, worüber er lacht, nicht ernst, aber er haßt es auch nicht‘.“

 

 

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